Prüfungen
Im Ju Tai Jutsu bestimmt der Sensei, wann ein Schüler mental und körperlich bereit ist, um eine Prüfung abzulegen. Damit folgt das Ju Tai Jutsu der Kampfkunst-Tradition, nach der sich der Schüler auf seinem Weg zur Kunst in die Hände des Senseis begibt.
Es gibt keine feststehenden Termine oder Sammelprüfungen, darüber hinaus fallen keine Gebühren an.
Die Gürtel
Der Weg des Schülers beginnt mit dem weißen Gürtel (6. Kyu), vor ihm liegen fünf Kyu-Prüfungen (Gelb, Organge, Grün, Blau und Braun), bis er die Prüfung zum Schwarzgurt absolviert.
Während die ersten drei Prüfungen allein vom Sensei geleitet werden, ist bei der Blau- und Braungurtprüfung ein Komitee von zusätzlich zwei Schwarzgurten erforderlich.
Die Schwarzgurtprüfung wird vom Sokesensei der Schule und weiteren neun Schwarzgurten abgenommen.
Die Resistenzprobe
Die Grüngurtprüfung ist die erste, der eine so genannte Resistenzprobe vorangeht.
Eine bestimmte Zeitlang (Grün: 5, Blau: 7, Braun: 8, Schwarz: 9 Minuten) wird der Aspirant von Schwarzgurten oder anderen Schülern mit einem höheren Gürtelniveau ohne Unterlass geworfen.
Bei dieser Übung werden die Kondition, Körperspannung und -beherrschung auf eine harte Probe gestellt. Die körperliche Grenzerfahrung bringt den Schüler dazu, sich auf seine mentalen Stärken und seinen Willen zu besinnen.
In den meisten Fällen findet die Resistenzprobe einige Tage vor der Gürtelprüfung statt.
Die Prüfung
Alle Gürtelprüfungen gliedern sich in zwei Teile:
Zunächst zeigt der Aspirant die bisher gelernten Techniken, daran schließen sich freie Übungen an, die der Sensei bzw. das Komitee wählt. Die Auswahl richtet sich hierbei nach den individuellen Stärken und Schwächen des Aspiranten zu. Ein Bruchtest, bei dem ein oder mehrere Holzbretter zerschlagen werden, schließt den praktischen Teil der Prüfung ab.
Danach folgt ein theoretischer Prüfungsteil.